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Der Oberndorfer Elferrat zur Fasnet 2022

 

Liebe Mäschgerle,
liebe Närrinen und Narren,

 

unser Ministerpräsident ruft uns zu „er sei auch ein Narr“. Das freut uns natürlich – mehr noch das er jetzt ganz plötzlich auch noch Umzüge erlaubt.

 

Dabei scheint er vergessen zu haben, dass wir auch seine bisherigen Worte für „bare Münze“ genommen haben.
Und entsprechend alles in diese Richtung geplant und vorbereitet haben.

 

Der Oberndorfer Elferrat hat sich lange um eine Entscheidung zur Absage des Kinderumzugs, des Rammeln und vor allem des Narrensprungs zurück gehalten und in Lauerstellung gewartet.

 

Aus dem wiederholt ausgesprochenen Verbot für „Umzüge“ mussten wir dann irgendwann Konsequenzen ziehen. Und auch wenn wir unseren historischen Narrensprung keineswegs, als Umzug bezeichnen, haben wir es unter den gegebenen Umständen selbstverständlich auch auf uns bezogen.

 

Der Rolle vorwärts und rückwärst, die in Stuttgart zuletzt immer wieder praktiziert wurde, können wir nicht folgen.

Der farbenprächtige und so viel Lebensfreude ausdrückende Oberndorfer Narrensprung, wird in diesem Jahr, trotz der nun neuen Gesetzeslage, nicht stattfinden.

 

Das Festlegen einer unter Corona-Bedingungen kontrollierbaren Narrensprung-Strecke, die entsprechenden Absperrungen, kontrolliert durch einen Security-Service, ein Hygienekonzept für diesen „Fasnetsraum“, die Kontrolle der Narren, Zuschauer, Musikkapellen und das ganze einhergehend mit einer zusätzlichen Spaltung unter Freunden, Familien und Narren und derer die dürfen und derer die wollen und nicht dürfen – all diese Punkte haben den Elferrat dazu bewogen, am einmal festgelegten Konzept festzuhalten.

 

Und allzu gerne vergisst der „feiernde Narr“, dass der Elferrat und Vereinsvorstand für Veranstaltungen unter den jetzigen Bedingungen auch persönlich haftet und Verantwortung in jedwede Richtung trägt.

 

Wir sind überzeugt, dass wir mit dem „OpenAir“-Bürgerball auf dem Schuhmarkt und der Kinderfasnet am Fasnetssonntag die richtige Wahl getroffen haben. Die Resonanz und die langen Schlagen bei der Kartenausgabe und die vielen Anfragen über unsere Webseite, sprechen dafür.

 

Der Elferrat baut bereits seit Wochen an Kulissen und geht mit aufgeregter Vorfreude in diese, in ihrer Art „neuen Formen“ der Veranstaltungen.
Manch einer scherzt auch schon über die Kinderfasnet, „womöglich wird sie so schön, dass mer se nächschts Johr wieder mache müssed“.

 

Bei aller närrischer Leichtigkeit ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, ebenso wie die sonstigen Corona-Regeln für alle Anwesenden, also sowohl für Teilnehmer als auch für Zuschauer, bindend.

 

Im Elferrat herrscht große Freude darüber, dass die Fasnet nach 2021, zumindest in „kleinen Schritten“, dem nahekommt, was über Generationen in Oberndorf gelebt, zelebriert und gefeiert wurde.

 

Und der Elferrat weißt darauf hin, was weiterhin für jeden Oberndorfer Narr gilt: nämlich die individuelle „Narrenfreiheit“.

Natürlich unter Einhaltung der dann geltenden Corona-Verordnung.

 

Ab dem heutigen Schmotzigen sollte in jedem Oberndorfer Narrenhaus der Narrenmarsch erklingen und die Fahnen sollen Häuser und Stuben schmücken, denn „jetzt isch endlich Fasnet“.

 

Der Elferrat wünscht, mit einem Juchzger aus tiefstem Herzen, den Mitgliedern, Narren und Oberndorfer Bürgersleut eine freudenreiche Fasnet 2022.

 

„Der Tag der isch so freudereich, die Baure führet Mischt, ….“


Für den Elferrat

 

Marco Pfisterer
Zunftmeister

                                                                 

Oberndorf a.N., im Februar 2022