1908 Gründungs- Elferrat
17. März im Gasthaus zum „Hirsch“
17. März im Gasthaus zum „Hirsch“
17. März, Gründungsversammlung der „Narrenzunft Oberndorf a. N.“ im Gasthaus zum „Hirsch“. Es konstituierte sich der Gründungsausschuss, der Elferrat – 1. Vorsitzender, später Präsident genannt, war Adolf Lemperle, Weinhändler und Gastwirt. Gewählt werden konnten nach dem hergebrachten fasnächtlichen Männerrecht nur Männer. Der Jahresmitgliedsbeitrag der Narrenzunft betrug 1 Mark.
wurde der Saal des Gasthauses zum „Schützen“ an der Fasnet mit einem großen Maskenball eingeweiht, dem Vorläufer des bis heute traditionellen Bürgerballes mit Maskenprämierung durch die Narrenzunft Oberndorf a. N..
hatte die Narrenzunft Oberndorf a. N. bereits 420 Mitglieder und war der größte Verein der Stadt.
in dieser Zeit fand keine offizielle Fasnet statt. Krieg, Not und Hunger, Arbeitslosigkeit und Inflation führten zu Verboten des Narrentreibens.
finden sich wieder erste zaghafte Ansätze zum Narrentreiben am Schmotzigen und am Fasnetsdienstag. Die Narrenzunft Oberndorf a. N. wird Gründungsmitglied der „Vereinigung badischer und württembergischer Narrenzünfte“ in Villingen, der heutigen „Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte“.
zum ersten Mal erklingt beim Bürgerball und beim Narrensprung der neue „Oberndorfer Narrenmarsch“, gespielt von der Stadtkapelle Oberndorf a. N. unter der Leitung von Musikdirektor Karl Scharrer, der den Marsch arrangiert hat.
herrscht wegen der großen Arbeitslosigkeit nur wenig Narrentreiben. Es gab ein grundsätzliches Verbot. Oberndorf a. N. durfte als „Narrenstadt mit alter Tradition“ ausnahmsweise eingeschränkte Narrensprünge abhalten.
Oberndorf a. N. erlebt ein von der Narrenzunft organisiertes „Großes Narrentreffen der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte“ mit 35 Zünften und 1600 Teilnehmern.
Versuche der nationalsozialistischen Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF) die Fasnet nach Richtlinien der Partei als „Deutsche Volksfasnacht“ zu organisieren und sogar im Sommer Veranstaltungen abzuhalten.
der Elferrat der Narrenzunft Oberndorf a. N. erteilt der örtlichen Parteileitung/Ortsgruppe eine klare Absage für die geplante „Sommerfasnacht“. Die Fasnet habe ihren historischen auf das Kirchenjahr bezogenen Termin, an dem die Narrenzunft in Oberndorf a. N. festhalte.
erlebt Oberndorf a. N. letztmals vor dem II. Weltkrieg eine Fasnet „voller Heiterkeit und Tanzlust“, mit Kappenabenden, Kostüm- und Maskenbällen und mit einem großen Narrensprung.
fanden keine Fasnetsveranstaltungen statt.
wurde die Narrenzunft Oberndorf a. N. von der französischen Besatzungsbehörde offiziell verboten.
erlaubten die Franzosen einen kleinen Saal-Narrensprung im „Schützen“. Dabei durften Kinder mit Brezeln, Würsten und Süßigkeiten beschenkt werden. Diese Saal-Fasnet beeindruckte die anwesenden französischen Offiziere sehr, so dass die Wiedergründung einer Narrenzunft betrieben werden konnte. Am 11. November fand im Hotel „Post“ die Gründungsversammlung statt. Das Gouvernement Militaire in Rottweil genehmigte die Gründung der „Société de carnaval“, der Narrenzunft in Oberndorf a. N.. Die Mitglieder des Neugründungsausschusses durften weder Mitglied der NSDAP, noch der SA oder SS gewesen sein.
erste Nachkriegsfasnet mit Bällen im „Schützen“ und „Bären“, mit Kinderumzug und Narrensprung.
im Laufe dieser Jahre entwickelt sich die Fasnet zum großen Heimatfest der Oberndorfer. Die Mitgliederzahl der Zunft stieg ständig, ebenso die Zahl der Teilnehmer am Narrensprung.
tritt die Narrenzunft Oberndorf a. N. aus der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte aus. Das war die Folge von Unstimmigkeiten wegen eines in Oberndorf a. N. geplanten Narrentreffens. Ferner protestierten die Oberndorfer Narren damit gegen das hemmungslose Nachmachen und Kopieren von Narrenkleidern, Masken und Bräuchen. Im gleichen Jahr feiert die Zunft ihr fünfzigjähriges Bestehen.
Oberndorf a. N. schließt sich den bereits früher aus der Vereinigung ausgetretenen Zünften Elzach, Rottweil und Überlingen an. Beim Narrentag 1963 werden die Oberndorfer in Überlingen mit viel Beifall aufgenommen. Es entsteht der Viererbund.
die Narrenzunft schafft nach dem Vorbild der Bürgermiliz von 1844 für die Stadtkapelle Oberndorf a. N. historische Uniformen an.
erster Narrentag in Oberndorf mit den Traditionszünften Elzach, Rottweil, Überlingen. Weitere Narrentage folgten 1980, 1995 und 2010, jeweils eindrucksvolle Höhepunkte schwäbisch-alemannischer Fasnetsbräuche.
sind erstmals über 1000 Teilnehmer beim Narrensprung am Fasnetsdienstag. Zahlreiche neue Narros, Hansel und Schantle sind entstanden. Die Oberndorfer Jugend zeigt von Jahr zu Jahr mehr Begeisterung für die Fasnet.
die Narrenzunft beginnt mit der Kontrolle und Abnahme neuer Narrenkleider. Ein „Narrenregister“ und eine Plakette „Original Oberndorfer Narrenkleid“ werden eingeführt.
die Narrenzunft Oberndorf a. N. richtet im Alten Rathaus in der Oberstadt ihre Narrenstube ein, ein Mittelpunkt während der närrischen Tage.
Einweihung eines Narrenbrunnens des Gengenbacher Bildhauers Walter Haaf auf dem Schuhmarktplatz in der Oberstadt, wo in früheren Jahren der Narrensprung begann. Der Brunnen zeigt die traditionellen Figuren der Oberndorfer Fasnet: den Narro, den Hansel mit Narrensamen, den Schantle und den Polizeischantle.
die Narrenzunft hat einen gewaltigen Mitgliederzustrom mit über 2000 Närrinnen und Narren sowie rund 2400 ins Narrenregister eingetragenen Narrenkleidern. Die Narrenzunft ist damit der größte Verein der Stadt Oberndorf am Neckar.
die Narrenzunft feiert ihr 100jähriges Gründungsjubiläum mit einer großen Ausstellung über die rund 500jährige Geschichte der Fasnet in Oberndorf a. N., einem Jubiläumsbürgerball und einem Festakt in der Klosterkirche. Die Festrede hält Dr. Winfried Hecht aus Rottweil.
Narrentag des Viererbundes in Oberndorf am Neckar.
Einweihung der Werkstatt der Narrenzunft in der Austraße.
zum fünften Mal in der Geschichte des Viererbundes sind am Narrentag nach 1966, 1980, 1995 und 2010 die Zünfte aus Elzach, Rottweil und Überlingen in Oberndorf a. N. zu Gast.
Adolf Lemperle
Weinhändler und Wirt
Emil Lamp
Stadtpfleger
Dr. Hermann Biesenberger
Verleger
Wilhelm Schättle Senior
Schreinermeister
Eugen Lemperle
Weinhändler und Wirt
Eugen Frueth
Feuilletonredakteur
Günther Wolf
stellv. Chefredakteur
Manfred Dierolf
Gewerkschaftssekretär
Eberhard Schmid
Schlossermeister
Marco Pfisterer
Vertriebsleiter